Die Vorfreude war riesig und ich konnte den Montag, 11. Februar 2019 kaum erwarten. Ich durfte mit vier Tenniskolleginnen und meinem Trainer Ralph Zepfel eine Reise nach Südafrika in Angriff nehmen.
Pünktlich um 22:40 Uhr startete unser Flugzeug in Kloten in Richtung Südafrika genauer gesagt nach Johannesburg. Es war mein längster Flug den ich bis jetzt gemacht hatte. Die Flugzeit betrug ungefähr 10.5 Stunden und wir flogen 8’300 Kilometer weit. Da wir über die Nacht flogen, kamen wir sehr früh am Morgen in Johannesburg an. Nachdem wir unser Gepäck auf dem Laufband entgegengenommen hatten, mussten wir als erstes unser Mietfahrzeug bei der Mietwagenfirma abholen.
Da ging unser Abenteuer auch schon los 🙂 Ralph war natürlich unser Fahrer. Als erstes stieg er auf der falschen Fahrzeugseite ein. Als wir los fuhren ging auch schon alles schief. Wir fuhren auf der falschen Spur und auf der falschen Strassenseite. Kein Wunder schauten uns alle fragend an. Naja, der Linksverkehr hat so seine Tücken! 🙂
Um in unser Hotel zu gelangen, mussten wir das Zentrum verlassen und einer mehreren Kilometer langen, geraden Strasse folgen. Diese Strasse war sehr eindrücklich. Was wir jedoch auf der Strassen und neben der Strasse sahen, habe ich zuvor noch nie gesehen. Menschen liefen auf der Autobahn herum, andere Leute sassen hinten auf einem Transporter und flitzten über die Autobahn etc. Wir sahen sehr viele arme Leute, welche unter den Bäumen etc. schliefen. Auf der anderen Seite sahen wir aber auch wunderschöne Parkanlagen mit verschiedenen südafrikanischen Tieren.
Der erste Eindruck war schon sehr speziell. Es war eine neue, andere Welt für mich. Ich fand dieser Teil von Südafrika sehr spannend.
Der spannendste und wichtigste Teil unserer Reise war jedoch das ITF U18 Turnier in Potchefstroom. Vom Dienstag bis am Samstag trainierten wir mehrere Stunden auf dem Hartplatz, was vor allem am Anfang eine sehr grosse Umstellung war.
Am Samstag und Sonntag fand die Qualifikation statt, welche ich voller stolz überstehen konnte. In der ersten Runde im Hauptfeld verlor ich leider, knapp in einem Dreisatz. Ich war etwas enttäuscht, da ich mir so sehr erhoffte meine ersten Weltranglistenpunkte zu ergattern. Ich gebe jedoch nie auf und kämpfe weiter. Auch wenn es nur einen Tennisplatz, ein Tennisschläger und ein Tennisball ist und die Tennisplätze immer sehr ähnlich aussehen – es ist mein Leben!
Sonst gefällt es mir sehr gut hier. Es sind viele neue Sachen, eine andere Kultur mit anderen Leuten und ein ganz neues Umfeld. Eine neue Sprache, andere Tennisplätze sprich Hartplätze usw. Es ist sehr streng, doch auch neben dem Platz haben wir sehr viele tolle, neue und lustige Erlebnisse 🙂
Liebe sonnige und warme Grüsse aus Südafrika!








